Fußballweltmeisterschaft und Armenviertel in Südafrika
15 Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika weltweit immer noch Spitzenreiter in Bezug auf soziale Ungleichheit – zusammen mit Brasilien und Namibia. Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich in den letzten Jahren sogar verstärkt. Sie ist besonders sichtbar und ausgeprägt in den großen Städten des Landes: in Kapstadt, in Johannesburg, in Durban, in Port Elizabeth oder in East London. Trotz des Gold- und Diamantenreichtums des Landes lebt hier immer noch ein großer Teil der Bevölkerung in Armut, unter schlechtesten Lebensbedin-gungen, oft in Hütten aus Blech, Abfall oder Holzresten und ohne Basisinfrastrukturen wie Strom-, Wasser- oder WC-Anschluss. Sie sind ausgegrenzt, leben am Rande der Städte oder auf Restflächen, streng getrennt von besseren Wohngebieten. Besonders trifft dies die schwarze Bevölkerungsmehrheit und die Menschen, die in der Apartheidzeit als „Farbige“ bezeichnet wurden. Aber auch Migranten und Flüchtlinge aus anderen Teilen Afrikas sind diesen prekären Lebensbedingungen ausgesetzt.
