Klaus Teschner

Fußballweltmeisterschaft und Armenviertel in Südafrika

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Fußballweltmeisterschaft und Armenviertel in Südafrika

15 Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika weltweit immer noch Spitzenreiter in Bezug auf soziale Ungleichheit – zusammen mit Brasilien und Namibia. Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich in den letzten Jahren sogar verstärkt. Sie ist besonders sichtbar und ausgeprägt in den großen Städten des Landes: in Kapstadt, in Johannesburg, in Durban, in Port Elizabeth oder in East London. Trotz des Gold- und Diamantenreichtums des Landes lebt hier immer noch ein großer Teil der Bevölkerung in Armut, unter schlechtesten Lebensbedin-gungen, oft in Hütten aus Blech, Abfall oder Holzresten und ohne Basisinfrastrukturen wie Strom-, Wasser- oder WC-Anschluss. Sie sind ausgegrenzt, leben am Rande der Städte oder auf Restflächen, streng getrennt von besseren Wohngebieten. Besonders trifft dies die schwarze Bevölkerungsmehrheit und die Menschen, die in der Apartheidzeit als „Farbige“ bezeichnet wurden. Aber auch Migranten und Flüchtlinge aus anderen Teilen Afrikas sind diesen prekären Lebensbedingungen ausgesetzt.

Die Bewegung der Hüttenbewohner

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http://www.mvwit.de/de/aktuell/bewegung/index.php/art_00002095

Die Bewegung der Hüttenbewohner

Die Basisorganisation Abahlali base Mjondolo kämpft gegen Zwangsumsiedlung

"Wir merkten, dass unsere Probleme überall die gleichen sind: wir haben kein Wasser. Wir haben kein Land, um in Sicherheit unsere Häuser zu bauen. Wir werden nicht gehört und wir werden misshandelt, wenn wir uns wehren", sagt S’bu Zikode, der gewählte Sprecher der Hüttenbewohner in der südafrikanischen Industriemetropole Durban. Abahlali base Mjondolo setzt sich ein für die Umsetzung der in der Verfassung garantierten Rechte, die durch die Regierungspraxis immer wieder verletzt werden. Die Bewegung entstand in einer Armensiedlung in Durban, hat sich inzwischen aber auf viele der großen Städte in Südafrika ausgebreitet und mit anderen Sozialbewegungen verbündet.

Blechhütten statt Stadion

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http://www.mvwit.de/de/aktuell/bewegung/index.php/art_00002093

Blechhütten statt Stadion

Die Armen in Südafrika haben nichts von der Fußballweltmeisterschaft. Im Gegenteil.

Die SüdafrikanerInnen sind fussballbegeistert. Die Weltmeisterschaft hatte im Vorfeld Hoffnungen und Vorfreude geweckt. Inzwischen ist die Euphorie bei vielen jedoch in Ernüchterung und Enttäuschung umgeschlagen.

"Wir alle dachten, wir werden die Fußballweltmeisterschaft in unseren neuen Häusern erleben dürfen“, sagt Mnikelo Ndabankulu, Mitglied eines Zusammenschlusses der Hüttenbewohner aus Durban ("Abahlali base Mjondolo"). "So lange wir hier in diesen Hütten leben müssen, können wir das nicht genießen."

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